Editorial zu Ausgabe Nr. 13 - August 2008

Liebe Leserschaft,

„Eins, zwei, drei! Im Sauseschritt/Läuft die Zeit, wir laufen mit.“, reimte einst Wilhelm Busch, und tatsächlich sind wir und das Bootshausleben ganz schön eifrig mitgelaufen. So eifrig letztlich, dass einfach zuviel passiert ist, um noch eine Zeitschrift zu machen, wie 1VO Axel Gaul in seinem Vorwort richtig schreibt. Nun jedoch hat das Hackebeil aufs Neue Fuß gefasst, ist frisch gemacht zurück und soll uns ab sofort wieder etwas treuer mit gewohnter Themen-, Text- und Bild-Vielfalt begleiten.

Der eingangs zitierte Wilhelm Busch ist dabei schon recht eng mit einigen der großen Ereignisse verbunden. So feierte der Bessel-Ruder-Club im letzten Jahr seinen 50. Geburtstag, und zwar mit Pauken, Trompeten und einer amtlichen Bootstaufe. Bei dieser wurden zwei der insgesamt fünf Täuflinge, zwei Jugendeiner, auf „Plisch“ und „Plum“ getauft. Diese Namen haben zwar im Bootshaus bereits Tradition, doch wer weiß schon, dass sie eben auch von Busch stammen? Bei ihm benennen sie zwei Welpen, die gerade noch aus dem Wasser gerettet werden können – mögen unsere Anfänger stets dasselbe Glück haben!

Doch zurück zur Taufe: Kein besserer hätte für die beiden Boote Pate stehen können als Friedhelm Sölter, großer Busch-Liebhaber und zugleich langjähriger Begleiter der Bessel- Ruderer als ehemaliger leitender Sport-Redakteur beim Mindener Tageblatt. Über sein Leben mit den Ruderern berichtet er auf Seite 60.

Die fünf neuen Boote nun wurden in fast schon weiser Voraussicht angeschafft. Denn nach zahlreichen Anträgen, Gesprächen, Auswahlverfahren steht es seit August 2007 fest: Ab dem Schuljahr 2008/2009 ist das Besselgymnasium offiziell Sportschule NRW und wird somit junge Sporttalente noch intensiver und gezielter fördern. Genaueres dazu im Artikel von Herrn Meier auf Seite 38.

Am Bootshaus wird es mit den neuen Talenten höheren Bedarf an bestem Material geben, dafür also die neuen Gefährte. Doch nicht nur das: Um dieses Material in Perfektion beherrschen zu lernen – und um eine stete Trainingsintensität zu gewährleisten – braucht es auch mehr Fachleute, die den Nachwuchs schulen. Eine der für die Sportschule entstandenen neuen Sportlehrerstellen ist für das Bootshaus mittlerweile optimal besetzt. Mit Stephan Krajewski ist es gelungen, einen künftigen Chef-Trainer zu engagieren, der eine ganze Reihe namhafter Clubs in seiner Vita vorzuweisen hat. Wir sagen herzlich willkommen und stellen Stephan in einer neuen, nach der Nummer dieser Ausgabe benannten Hackebeil-Serie schon einmal vor: „13 Fragen an ...“ heißt es auf Seite 56.

Auch auf den restlichen Seiten gibt es viel zu entdecken, von den beliebten Kurznachrichten über Berichte vom Head of the River Race der Damen und Herren bis hin zu einer unserer wahren Konstanten, dem „Observer“.

Viel Spaß beim Lesen wünscht – Totgesagte leben eben länger –

JANA KRISTEK
CHEFREDACTRICE


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