Der Achter des Mindener Besselgymnasiums rudert in Berlin ins Finale
Doch eine Medaille ist nach dem neuen Modus nicht mehr drin.
Berlin () Beim Herbstfinale des weltgrößten Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ in der Bundeshauptstadt Berlin hängen die Trauben für die Mindener Schülerruderer von der NRW-Sportschule Besselgymnasium erwartungsgemäß hoch. „Nachdem sich beim Landesfinale lediglich die Jungen-Mannschaft der Wettkampfklasse II (15 bis 17 Jahre) für das Bundesfinale qualifiziert hat, haben wir von vornherein nicht mit Medaillen bei „Jugend trainiert“ gerechnet“, so die Einschätzung von Bessel-Trainer Björn Bierwirth bei der Anreise in die Spreemetropole.
Die Einschätzung des Trainers sollte sich am Vorlauftag auf der altehrwürdigen Olympia-Regattastrecke von 1936 auf dem Spree-Nebenarm Dahme im Köpenicker Ortsteil Grünau bewahrheiten. Nachdem das Bessel-Flaggschiff, der Achter, in der Besetzung Mats Meier, Georg Gieseking, Malte Bierhaus, Noah Enger, Maximilian Kromer, Finn Schreiber, Moritz Wagner, Ole Hölscher und Steuermann Lasse Schmietendorf im Vorlauf nach ambitionierter erster Streckenhälfte mit einem dritten Platz das Ticket für das Finale der besten sechs Boote am Freitag lösen konnte, reichten für die beiden Achterhälften im Renn- und Gig-Doppelvierer die gleichen Platzierungen modusbedingt nicht für einen Platz im A-Finale.
„Platz 3 für den Gig-Doppelvierer war ein gutes Ergebnis, leider hat das nominell etwas stärker besetzte Rennboot neben dem stärker eingeschätzten Boot aus Hessen auch dem baden-württembergischen Vertreter aus Heidelberg geschlagen geben müssen, so dass es auch hier „nur“ für einen Platz im B-Finale gereicht hat“, bedauerte Bessel-Coach Bierwirth.
Zum inzwischen dritten Mal werden bei „Jugend trainiert“ nicht mehr die Sieger in den einzelnen Bootsklassen zu Bundessiegern gekürt, sondern eine Gesamtwertung aller Rennen einer Altersklasse vorgenommen. „Aufgrund dieser Regelung haben wir keine realistischen Chancen mehr auf eine Podiumsplatzierung. Trotzdem werden wir im Achter alles für einen versöhnlichen Abschluss der Regatta geben“, lautet die Kampfansage von Achter-Schlagmann Ole Hölscher.
Chancen auf Podiumsplatzierungen erhielten sich am Vorlauftag beim gleichzeitig stattfindenden Schüler-Ruder-Cup der Deutschen Ruderjugend die Mädchen der Mindener NRW-Sportschule in der Altersklasse U19 mit Amelie Brink, Leonie Henss, Lenie Zimmermann, Jette Schreiber und Steuerfrau Felina Humke. Ein deutlicher Vorlaufsieg im Doppelvierer sorgte für eine glückliche Mine bei Trainerin Laura Korte. „Morgen wird es sowohl im Doppelvierer als auch im Achter darum gehen, in den Kampf um die Medaillen einzugreifen“, so die Einschätzung von Korte.
Gleiches gilt auch für die U15-Mädchen des Trainerduos Benjamin Franke und Arwen Hokamp. Leni Wehmeier, Veronika Gawrisch, Milena Knopf, Maja Schmietendorf und Steuermann Mats Juschenko qualifizierten sich mit einem zweiten Platz im Vorlauf des Gig-Doppelvierers für das Finale am Freitag in Berlin-Grünau.
Foto: Alexander Pischke
Text: Marcus Riechmann



