Mindener Sadeepa Jagoda steuert Deutschland-Achter zu Silber bei U19-WM in Paris

Überragender Erfolg für Sadeepa Jagoda

Paris () Der Mindener steuerte den Deutschland-Achter bei der U19-Weltmeisterschaft der Ruderer in Paris sensationell auf den zweiten Platz und feierte damit den bislang größten Erfolg seiner ohnehin schon beeindruckenden Karriere. Auf der Regattastrecke der Olympischen Sommerspiele in Paris im kommenden Jahr musste sich das deutsche Flaggschiff nach 2.000 kräftezehrenden Metern in 5:50,87 Minuten am Ende nur dem verdienten Sieger Großbritannien geschlagen geben, der nach 5:48,43 Minuten das Ziel knapp vor den Deutschen erreicht hatte. Bronze ging in 5:52,21 Minuten an Rumänien vor Neuseeland (5:54,29).

„Ich bin einfach nur überglücklich. Glückwunsch an meine Ruderer, die ihr Bestes gegeben und meine Kommandos tadellos umgesetzt haben“, war Jagoda auch zwei Stunden nach dem großen Coup im Gespräch mit dem Mindener Tageblatt noch völlig geflasht. „Nachdem es für uns im Vorlauf nicht so gut geklappt hatte und wir dann im Hoffnungslauf mit einem tollen Start von Anfang an für klare Verhältnisse gesorgt hatten, hatten wir besprochen, im Finale unsere Taktik nicht zu ändern und sofort volle Pulle zu rudern. Das hat fantastisch geklappt“, sagte Jagoda.

Bis zur Hälfte des Rennens entwickelten sich dann hinter den bereits nach kurzer Zeit führenden Briten spannende Positionskämpfe zwischen den Deutschen, den Rumänen und den Neuseeländern, bei denen die Platzierungen fast sekündlich wechselten. „Bei ungefähr 1.000 Metern habe ich dann das Kommando für einen langen Schlussspurt gegeben, um uns ein wenig abzusetzen und die Gegner aus der Reserve zu locken. Das hat toll funktioniert“, sagte das Mindener Energiebündel, unter dessen Kommandos seine acht Ruderer das Letzte aus sich herausholten und sich nach der Zieldurchfahrt wie kleine Könige über die Silbermedaille freuten. „Wir haben definitiv Silber gewonnen und nicht Gold verloren. Die Briten waren einfach die Stärksten im Feld“, erkannte Jagoda den Triumph des Großbootes von der Insel neidlos an und ordnete auch die eigene Platzierung bestens ein. Nach der Siegerehrung wurde das kraftvolle Fliegengewicht von seinen Teamkameraden auf die Schultern genommen und durfte für die Fotografen noch einmal schön seine Muskeln spielen lassen.

Am Abend stand nach diversen Reden von Trainern und Funktionären für Jagoda und Co. noch ein Essen mit dem gesamten Nationalteam an. Danach sollte der Triumph noch ausgiebig gefeiert werden, bevor die Rückreise angetreten wurde.

Alle Fotos aus Paris unter www.besselrc.de

 

Nach der Siegerehrung wurde Sadeepa Jagoda von seinem Teamkameraden auf die Schultern genommen.

 

Sadeepa in seinem Element: Der Mindener steuerte den Deutschland-Achter zu WM-Silber.

 

Ausgelassen feierten die Deutschen Ruderer mit Steuermann die Silbermedaille im Achter.

 

Steuermann Sadeepa Jagoda mit Daniel Hopf, Jannes Korthals, Bilal Hamini, Moritz Müller, Leo Fischer, Lasse Junge, Tom Olbrich und Franz Rudolph.

 

Fotos: Detlev Seyb